Ownership & Partizipation

Ownership

Ziel des Planungs- und Bauprozesses sollte es sein, die Akzeptanz und Identifikation der beteiligten Akteure, insbesondere der künftigen Nutzer*innen, mit dem Projekt zu erreichen, damit diese auch in Zukunft Verantwortung für das Gebäude übernehmen.

Ownership gilt mittlerweile als Leitprinzip für eine erfolgreiche partnerschaftliche Zusammenarbeit. Der Begriff “Ownership” bedeutet übersetzt Eigentümerschaft. Im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit wird er verwendet, um die Identifikation von Menschen mit einem sie betreffenden Vorhaben zu beschreiben. Außerdem ist mit Ownership die Eigenverantwortung von Zielgruppen und Partnerorganisationen gemeint.

 

Partizipation

Als zentrales Mittel zur Stärkung der Ownership dient die Partizipation der Zielgruppe und der Partnerorganisationen im Bauprozess: Beide sollten von Anfang an maßgeblich am Planungsprozess beteiligt werden oder darüber hinaus sogar selbst die Verantwortung für das Bauprojekt übernehmen. Dies gilt sowohl für den Planungs- und Entscheidungsprozess als auch für den Bau und insbesondere den Gebäudebetrieb.

Meist wird zwischen vier verschiedenen Stufen der Partizipation, im Sinne einer Teilhabe an Entscheidungen, unterschieden: Information, Mitwirkung (Konsultation), Mitentscheidung (Kooperation) und Entscheidung (Selbstverwaltung).

Die Frage über sinnvolle Stufen, Methoden und Akteure der Beteiligung gehören immer an den Anfang des Prozesses: Ziele, Akteure, Form und Rahmen für Beteiligung müssen zu Projektbeginn definiert und kommuniziert werden. Wichtig ist eine transparente Information zur Zielsetzung und den Entscheidungsspielräumen, um keine falschen Erwartungen bei den involvierten Akteuren zu schüren. Auch die Rollenverteilung sollte klar kommuniziert werden.

Quellen: siehe „NaBEK Handbuch“