Solardörfer in Ostafrika

Versorgung von Dörfern mit Solarenergie

Die Stiftung Solarenergie ist eine gemeinnützige Organisation, gegründet durch Dr. Harald Schützeichel 2003 nach einer Reise in Kooperation mit der NGO Menschen für Menschen. Seitdem engagiert sich die Stiftung für die Bereitstellung von dezentraler Solarenergie für die ländliche Entwicklung in Äthiopien, Kenia, Uganda und auf den Philippinen.

Rund 70% der Bevölkerung, 598 Millionen Menschen, leben in Afrika ohne Stromversorgung („off-grid“). Rund 9%, 76 Millionen, könnten an ein öffentliches Netz angeschlossen werden, die Kosten wären jedoch zu hoch und die Qualität mangelhaft („On Grid underserviced“). Lediglich 22% der Bevölkerung, 188 Millionen, haben Zugang zum Stromnetz (on-Grid). In Äthiopien verfügt etwa nur ein Fünftel der ländlichen Bevölkerung über einen elektrischen Anschluss. Für diese Personengruppe sind Kerosinlampen, die gesundheitsschädlichen Ruß produzieren, oder einfache Kerzen, die einzigen Lichtspender, wenn es in den Dörfern am frühen Abend dunkel wird. Um Radios oder Kassettenrecorder zu betreiben werden Trockenbatterien verwendet, die oft, da keine Recyclingsysteme vorhanden sind, auf den Straßen in abgelegenen Dörfern entsorgt werden. Eine übliche Lösung, um dieses Problem zu mindern, ist die Installation von gebrauchten Dieselgeneratoren. Diese erzeugen jedoch nur in einem beschränkten Zeitfenster Energie, da die Verfügbarkeit eingeschränkt und die Kosten des Dieselbrennstoffes für viele nicht erschwinglich sind. Darüber hinaus benötigen Dieselgeneratoren aufwendige Verkabelung und erzeugen viel Lärm und Emissionen. Aus diesem Grund haben sich viele Hilfsorganisationen dazu entschlossen, in ländlichen Gebieten PV-Anlagen zu implementieren. werden die Anlagen oft ohne Berücksichtigung der Wartung installiert, woraus resultiert, dass die Systeme kurz nach der Montage funktionsunfähig werden.


In diesem Zusammenhang entstand die Stiftung Solarenergie und das Projekt „Solardörfer“ mit dem Zweck, zuverlässige Stromversorgung in den ländlichen Regionen zu gewährleisten – als Grundlage für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Konkret bietet die Organisation durch die Installation von dezentralen PV-Anlagen einen subventionierten „Anschluss an die Sonne“, die von vor Ort ausgebildeten lokalen Techniker*innen montiert und gewartet werden.

Vollständiger Artikel

Projektbeschreibung

Versorgung von Dörfern mit Solarenergie

Ort

Äthiopien, Kenia, Uganda und Philippinen

Träger

Stiftung Solarenergie - Solar Energy Foundation

Partnerorganisation

verschiedene lokale Partnerorganisationen

Finanzierung

Private Stifter und Firmen

Projektzeitraum Januar 2004
BGF
-
Projektkosten geplant / real
180 € je Haushaltsanlage, 400 € je Schule, 5.000 € je Gesundheitsstation
Baukosten
-
Bauzeit
seit 2004
Architektur
-
Fachplanung
ausführende Firmen vor Ort
Ansprechpartner
Dr. Harald Schützeichel
Weitere Informationen
www. stiftung-solarenergie.de/was-wir-tun/solardoerfer

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